Es hat nicht sollen sein. Nach toller Anfangsphase und guten Chancen, nach einer Überzahl über weite Strecken der Partie und einem Kampf bis zum Umfallen mussten sich die Mannen um Kapitän Tim Ebersbach dem SSV Jeddeloh mit 0:1 geschlagen geben.

Das Spiel begann gut für den RSV: Tobis Kirschke hatte bereits in der ersten Minute die riesen Chance zum 1:0, konnte seine Chance aber nicht verwerten. Wer weiß, wie das Spiel gelaufen wäre ... Nach 15 Minute der RSV dann in Überzahl. Ein Jeddeloher Spieler musste nach einer Notbremse mit rot den Platz verlassen. Fortan war der RSV aktiv, aber leider nicht zwingend genug. Mit einem torlosen Unentschieden wurden die Seiten gewechselt. Nach ca. einer Stunde dann die spielentscheidende Szene. Kevin Klützke spitzelt im Strafraum seinem Gegenspieler grätschend fair den Ball weg, doch der an diesem Tag häufiger im Mittelpunkt stehende  Schiedsrichter Benjamin Schmidt entschied zur Überraschung aller auf Strafstoß. Malte Müller ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und brachte sein Team in Führung. Der RSV ackerte nun  und versuchte den Ausgleich zu erzwingen. Leider fehlte in der Spitze die Durchschlagskraft. Glück hatten die Gastgeber bei den nun  zunehmenden Jeddeloher Kontern. Mehrfach scheiterten die Gäste dabei an Torwart Lohmann. Nach zwei weiteren Platzverweisen (u.a. für Jan Fitschen) spielten am Ende 10 Rotenburger gegen 9 Jeddeloher. Pech noch einmal in der 94. Minute, als der Ball nach einer Flanke auf die Latte sprang und von dort aus zurück in Feld. Den Nachschuss konnte Jeddeloh erneut blocken.

Die Partie hatte großen Unerhaltungswert. Hierüber waren sich auch die Zuschauer einig. O-Ton eines Jeddeloher Schlachtenbummlers: "Das hier macht doch wenigstens Spaß. Nicht so wie in Osnabrück ...". 

Wer den Sieg der Oberligamannschaft gegen den VfL Oldenburg nicht live verfolgen konnte oder die entscheidenden Szenen noch einmal Revue passieren lassen möchte, für den lohnt sich ein Blick auf die Seiten von Heimat-live, einem Internet-TV-Anbieter.

Heimat-live hat schon häufiger Spiele des RSV in der Oberliga aufgezeichnet. Auf den Seiten ist daher nicht nur das Oldenburg-Spiel zu sehen. Auch weitere Partien aus den letzten drei Spielzeiten werden angeboten. Einfach hier klicken, "Sport" auswählen und nach dem Stichwort "Rotenburg" suchen. Gute Unterhaltung.

Bereits wenige Wochen zuvor musste die Frauenmannschaft des Rotenburger SV zu Hause gegen die Damen der SG Nartum/ Horstedt antreten. Verdient gewann die Spielgemeinschaft und zog mit einem 7:1-Sieg in die nächste Pokalrunde ein. In der laufenden Kreisligarückrunde war diese Begegnung noch offen und wurde am gestrigen Samstag ausgetragen. Mit dem Wissen um die Stärke der Gäste stellte RSV-Coach Hursit Pak seine Mannschaft defensiv auf. Diese Taktik ging auf und Rotenburg konnte dagegen halten. Richtige Befreiungsschläge blieben allerdings ebenso auf der Strecke wie ein von hinten aufgebauter Spielzug. Vielmehr verlor der RSV einfache Bälle, hielt sich aus Zweikämpfen heraus und ließ Nartum/ Horstedt ziehen. Darauf folgte der 0:1-Rückstand, der den Gästen mehr Schwung verschaffte. Zur Halbzeit stand es 0:3 aus Rotenburger Sicht. „In den nächsten 45 Minuten müsst ihr füreinander da sein, das fehlte komplett. Außerdem muss man die Zweikämpfe annehmen und zum ersten Ball gehen", brachte Hursit Pak die ausschlaggebenden Faktoren des Misserfolgs auf den Punkt. Der zweite Abschnitt begann, wie der erste endete: Der RSV suchte Möglichkeiten doch war nicht bemüht, diese zu finden. Hingegen legten die Wümmestädterinnen unnötige Strecken zurück und spielten nicht zusammen. Diese Unklarheit nutzten die Gäste und schossen sich ein. Durch vier weitere Tore aus der zweiten Halbzeit hieß es am Ende 0:7, was an den Ausgang der Begegnung im Pokal erinnert. „Unsere Einstellung stimmte gar nicht. Wer im Trikot auf dem Platz steht, hat alles zu geben", appellierte Kapitän Natalie Bargemann an ihr Team. Das nächste Spiel findet bereits am Mittwoch auswärts bei Ostereistedt statt. In dieser englischen Woche kann die Mannschaft zeigen, dass sie in dieser Saison längst noch nicht abzuschreiben ist.

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