"Ja ist heute schon Weihnachten?", fragte sich das Trainergespann der zweiten Herrenmannschaft des Rotenburger SV, Christoph Drewes und  Alex Bese. Aber auch ohne Tannenbaum bedankten sich die Trainer und Spieler der Kreisligamannschaft herzlich bei Julia Dietrich und Uwe Breitkopf von der Geschäftsleitung des McDonalds-Restaurants in Rotenburg für die Spende eines neuen Trainingszugs.  

RSV-Reserve unterliegt dank des Torwarts nur mit 0:8 gegen den HSV / 1 300 Zuschauer im Ahe-Stadion

Rotenburg - Von Vincent Wuttke, Matthias Freese und Guido Menker (Fotos). Hat Aaron Hunt in Rotenburg sein letztes Spiel für den Hamburger SV bestritten? Wenn das so war, dann hat der kurz vor einem Wechsel stehende und zur zweiten Halbzeit aufgebotene Mittelfeldakteur des Bundesliga-Dinos sich im Ahe-Stadion mit einem Erfolg verabschiedet. Mit 8:0 (6:0) siegte der HSV vor 1300 zahlenden Zuschauern gegen die in der Kreisliga spielende Reserve des Rotenburger SV, die sich vor allem auf Keeper Sebastian Lauridsen verlassen konnte. „Ohne ihn wäre es zweistellig geworden“, wusste auch Rotenburgs neuer Coach Christoph Drewes. 

Sein Schlussmann hatte gleich zehn Glanzparaden gezeigt. Besonders sehenswert war, wie er den Gewaltschuss von Walace noch aus dem Winkel holte (17.). HSV-Stürmer Sven Schipplock triebt Lauridsen nach dem Seitenwechsel fast zur Verzweiflung, als er gegen den nach einer Leihe von Darmstadt 98 zurückgekehrten Angreifer vier Mal in höchster Not zur Stelle war (57./63./65./73.). Nach dem Abpfiff war der Torwart ordentlich außer Puste. „Ich fühle mich so, als wäre ich 90 Minuten im Sturm unterwegs gewesen. Ich habe alles gegeben. So viel zutun bekomme ich wohl lange Zeit nicht mehr in einer Partie“, meinte der Mann des Spiels ziemlich heiser vom Dirigieren seiner Vorderleute. Verbale Unterstützung bekam er dabei vom Abwehrchef Oliver Dittmer, der als einer der wenigen Feldspieler 90 Minuten lang durchspielte. „Das war eine geile Sache. In der zweiten Halbzeit haben wir den Respekt abgelegt“, fand der Innenverteidiger. 

Am Mittwoch steigt das Freundschaftsspiel zwischen der RSV-Reserve und dem HSV

Rotenburg - Von Vincent Wuttke. Der Hamburger SV hat offenbar das Interesse in Rotenburg und der Umgebung geweckt. Bei der zweiten öffentlichen Trainingseinheit am Dienstagmorgen auf dem Rotenburger Ahe-Sportplatz waren gut 170 Zuschauer – und somit über 100 mehr als noch am Vortag – dabei. Am Mittwochabend sollen dann noch mehr Fans den Weg zum Fußballplatz finden. Um 18.30 Uhr tritt der HSV zum Freundschaftsspiel gegen die Reserve des Rotenburger SV an. 

Der Ticketvorverkauf ist jedenfalls gut angelaufen. Etwas mehr als 550 Karten sind bereits über den Tisch gegangen – und das sogar zur Überraschung der Verantwortlichen des RSV. „Damit haben wir gar nicht gerechnet. Weil wir das Spiel gar nicht so groß beworben haben“, sagt Geschäftsführer Joschka Kleber. „Außerdem haben wir noch mehrere Anfragen von Leuten, die etwas weiter weg wohnen und auch noch kommen wollen“, fügt er an. Ab 17.15 Uhr ist Einlass, Karten können noch an der Abendkasse erworben werden. Erwachsene müssen sechs, Kinder drei Euro für den Eintritt zahlen. Im vergangenen Jahr war der HSV bereits zu einem Benefizspiel an der Wümme, damals sahen 2 500 Fans einen 6:0-Sieg des Bundesliga-Dinosauriers. „So viele kommen dieses Mal nicht, aber wenn es noch ein paar hundert mehr werden, wäre es schön“, so der zweite Vorsitzende Thorsten Nitz.

Zum Seitenanfang