Rotenburger SV



"Es war definitiv mehr drin"

Dauerregen, ein tiefer Platz, wenig Zuschauer. Klingt nach einem typischen Kreisliga-Duell an einem Sonntagnachmittag. Die zweite Herren trat gegen die favorisierten Tabellendritten aus Groß Meckelsen an und wusste zu überzeugen. Nach einem spielerisch guten Spiel in der letzten Woche gegen den SV Anderlingen legte die Mannschaft von Trainer Patrick Werna erneut einen guten Auftritt hin. Mit Yannik Malende und Jelle Röben als Leihgaben der ersten Herren trat die Mannschaft sehr selbstbewusst auf und erspielte sich sofort ein Übergewicht. Bereits in der zweiten Minute zahlte sich das aus. Ein sehenswerter Angriff über Andy Kiel, Dogan Örper und Jelle Röben konnten die Gäste nur durch ein Foul unterbinden und so gab es vom linken Sechzehnereck Freistoß für den RSV. Diesem nahm sich Röben an und wuchtete den Ball mit viel Schnitt als Aufsetzer in die Mauerecke. Auch nach der Führung erspielten sich die Rotenburger Chance um Chance über ihre spielstarken Offensivkräfte, nur das zweite Tor blieb aus. Groß Meckelsen kam zu einigen Kontern, spielte diese jedoch nicht gut aus und so waren die einzigen gefährlichen Chancen der Gäste Standards. In der 23. Minute konnte der Ball dann nicht gut genug geklärt werden und Groß Meckelsen traf aus 18 Metern zum Ausgleich. Ab da an wurde das Spiel chancenarmer, jedoch behielt der RSV bis zur Pause die Kontrolle. Nach dem Seitenwechsel sah Trainer Werna noch zwei 100-prozentige Chancen seines Teams und einen Platzverweis für die Gäste. Tore fielen keine mehr und so steht am Ende ein 1:1, das den Gästen ihren dritten Platz kostete und den Rotenburger aufgrund der Überlegenheit etwas säuerlich aufstößt. "Es war definitiv mehr drin, wenn wir unsere zahlreichen Chancen nutzen gehen wir hier mit drei Punkten raus", berichtet Werna, ist aber, wie auch letztes Wochenende, sehr zufrieden mit der Spielweise seiner Mannschaft und fügt an:" Wenn wir weiter so konstant gute Chancen kreieren, werden wir auch irgendwann belohnt!" Die nächste Aufgabe wartet dann am Sonntag, den 17.3.2019 um 15 Uhr in Zeven. 

"Niederlage fällt zu hoch aus"

Die 3:0-Niederlage im ersten Spiel des neuen Trainers fiel für seinen Geschmack zu hoch aus: "Ich denke nicht, dass wir das schlechtere Team waren. Klar, nach der roten Karte und dem zweiten Gegentor war es dann deutlich schwerer", wusste Patrick Werna zu berichten. Die Reserve des RSV steckt mitten im Umbruch. In der Winterpause übergab Christoph Drewes den Trainerposten an Spieler Patrick Werna und viele Spieler der U18 des JFV werden nun Stück für Stück an den Herrenbereich herangeführt. Das da die Ergebnisse nicht sofort stimmen, sollte klar sein. Umso mehr freute es Werna viele gute Ballstafetten und klare Torchancen gesehen zu haben. Unglücklich fiel das erste Tor nach einem Freistoß, doch fortan tat sich die Mannschaft als die spielerisch bessere hervor. Nach 65 Minuten kam dann der erste Bruch im Spiel der Gäste: Platzverweis. Keine zwei Minuten später fiel das zweite Gegentor und Anderlingen kontrollierte in Überzahl und mit zwei Toren im Rücken den Rest der Partie. Trotz des 3:0 zehn Minuten vor Schluss sieht Werna das Positive und findet, "dass die 65 Minuten bis zum Platzverweis Mut für die kommenden Aufgaben machen." Am Sonntag gastiert um 15:00 Uhr der Tabellendritte aus Groß-Meckelsen im Ahe-Stadion.

Punkteteilung im Spitzenspiel

Erster gegen Zweiter, Derby, knapp 200 Zuschauer im Ahe-Stadion und strahlender Sonnenschein in Rotenburg. Die Vorraussetzungen für ein gutes Fußballspiel waren also gegeben. Was nach den 90 Minuten RSV II gegen den TV Sottrum trotzdem fehlte waren die Tore. 0:0 endete das Derby in der Kreisliga und es war, wie man so sagt, ein 0:0 der besseren Sorte, wobei sich die Reserve des RSV ein deutliches Chancenplus erspielte. Die „Zweite“ hatte ebenso mehr Ballbesitz, da sich die Sottrumer ungewohnt tief stellten und über die schnellen, spielstarken ehemaligen RSV-Spieler Edel und Slominski versuchten gefährliche Konter zu fahren. Eine Aufmerksame Defensive wusste dies jedoch im Keim zu ersticken und festigte sich das Bild der Überlegenheit der Rotenburger. „Ich kann meinen Jungs nicht viel vorwerfen, wir müssen nur die Dinger machen und dann gewinnen wir hier auch“, stellte Trainer Christoph Drewes im Nachhinein fest. Beste Chancen boten sich Innenverteidiger Florian Tinzmann, als er eine Flanke von Andreas Kiel nicht richtig traf und Borreir Nasir, als er aus 18 Metern den Pfosten traf. Weiter hatte der TV Sottrum zweimal Glück, als zunächst einer der Innenverteidiger nach einem Foul als letzter Mann nur gelb sah und später als die Pfeife nach einem Foul im Strafraum an Andreas Kiel stumm blieb. Nichtsdestotrotz steht die Reserve weiter in der oberen Tabellenregion und versucht bereits am nächsten Wochenende gegen den TV Stemmen den positiven Trend fortzusetzen (Stemmen, 28.10.18, 15.00 Uhr). 

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