Verletzungen überschatten die Niederlage gegen Ahlerstedt

Es lief die 18. Spielminute im ersten Spiel der Rückrunde gegen den Sportverein aus Ahlerstedt und Ottendorf, als das Pech, das über dem gesamten Spiel hängen sollte, seinen Anfang nahm. Rechtsverteidiger Mathis Wulff trieb den Ball am Fuß Richtung Mittellinie, schlug den Ball hoch die Seitenauslinie entlang und machte dabei Bekanntschaft mit der Sohle seines Gegenspielers. Er musste zehn Minuten später ausgewechselt werden und machte sich auf den Weg ins Krankenhaus. Die spätere Diagnose: Mittelfußbruch! Die Mannschaft von Trainer Tim Ebersbach zeigte sich jedoch unbeeindruckt und spielte gefällig, aber ohne zwingenden Druck und Chancen nach Vorne. Trotz des optischen Übergewichts blieben die Gastgeber in der ersten Halbzeit ohne Torerfolg und man musste gar mit dem ersten Torschuss der Gastgeber das 0:1 hinnehmen. Fast mit dem Halbzeitpfiff fiel die Führung der Ahlerstedter, die zunächst noch am Pfosten scheiterten, dann aber beim Abstauber hellwach waren. In der zweiten Halbzeit machten es die Rotenburger besser und kamen zu gleich drei hochkarätigen Chancen. Michel Müller scheiterte nach einer Flanke von links am gegnerischen Torwart, Björn Mickelat trat einen direkten Freistoß sehenswert an den linken Torpfosten und Robert Posilek scheiterte mit einem Kopfball wiederum am Keeper aus Ahlerstedt. Statt des Ausgleichs lief man weiter dem Rückstand hinterher und daraus folgend auch in gegnerische Konter. Den ersten dieser Art schlossen die Ahlerstedter mit einem Torerfolg ab und stellten auf 0:2. In den letzten Minuten wurden die weiteren Angriffsbemühungen der Gastgeber dann ziemlich plötzlich, unerwartet und brutal gestoppt. Auf Höhe der Mittellinie wurde Björn Mickelat derartig von einem Ahlerstedter umgegrätscht, dass ein lauter Schmerzensschrei durch das Ahe-Stadion hallte. Nach Spielende wurde dann das Resultat der Grätsche sichtbar. Der Fuß war auf sein Vierfaches angeschwollen und tief blau unterlaufen. Spätere Untersuchungen im Krankenhaus ergaben, dass die Knochen zumindest nicht betroffen waren, um eventuelle Bänderverletzungen zu diagnostizieren, müsse man jedoch abwarten, dass die Schwellung verschwindet. Somit verliert man ein Spiel mit 10:2 Torschüssen mit 0:2 und zwei Spieler, die mehrere Wochen, wenn nicht gar Monate pausieren werden müssen. Viel mehr Pech scheint in der Saison 2018/2019 nicht zu drohen, schließlich habe man nun alles aufgebraucht, zeigte sich Trainer Ebersbach im Nachhinein optimistisch. 

Die neue Glückssträhne soll nächste Woche dann auch sofort beginnen, wenn es am 2.12.18 ins Kehdinger Land zum SV Drochtersen/Assel II geht. Anpfiff ist um 14.00 Uhr.