DFB-Präsident Reinhard Grindel – „bodenständig wie eh und je“ / Innenpolitische Kämpfe

Rotenburg - Von Matthias Freese. Das Outfit ist dem Amt geschuldet. Früher als Berufspolitiker, heute als DFB-Präsident – der Anzug oder zumindest das Sakko ist für Reinhard Grindel quasi Pflicht, selbst wenn er bei den Spielen des Rotenburger SV in der Fußball-Landesliga damit ein wenig „overdressed“ wirkt. Am Sonnabend, als der 55-Jährige im Ahe-Stadion von einem Kamerateam des ZDF um Cherno Jobatey vom Morgenmagazin begleitet wurde, bleibt die Krawatte aber im Schrank. Und statt Anzugshose wird das dunkle Jackett mit der Jeans kombiniert.

Grindel beim Bäcker, Grindel zu Besuch beim RSV-Präsidenten Peter Grewe, Grindel beim Radfahren, Grindel beim extra angesetzten Jugendtraining – überall ist die Kamera an diesem Tag dabei, um Statements des DFB-Präsidenten in dessen Heimat, in Rotenburg an der Wümme, einzufangen.

Seit einem Jahr steht der gebürtige Hamburger nun an der Spitze des größten nationalen Sportverbandes der Welt. Beim RSV lässt sich Grindel trotzdem noch häufig sehen. „Er ist bodenständig wie eh und je“, behauptet Peter Grewe. Grindel ist gerade erst ins Exekutivkomitee der Uefa und ins Council der Fifa gewählt worden. Aber „dass er in höchsten fußballerischen Gremien agiert“, hätte ihn nicht verändert, merkt Grewe an. 

Zum Seitenanfang