Henner Lohmann fällt aus

Rotenburg - Seitdem Tom Knaak im Sommer aus der Jugend des JFV Rotenburg in die erste Mannschaft des Rotenburger SV aufgerückt ist, musste er auf seine Chance bei einem Pflichtspiel warten. Nun bekommt der Torwart seine Möglichkeit. (Foto: Matthias Freese) 

Weil Stammkeeper Henner Lohmann mit einer Ellenbogenverletzung ausfällt, steht der Nachwuchsmann im Heimspiel der Fußball-Landesliga gegen den Aufsteiger VfL Westercelle (Sonnabend, 16 Uhr) zwischen den Pfosten.

 

 

Ausfälle drohen

Für Coach Tim Ebersbach ist es kein Grund zur Sorge, dass der 19-Jährige fast ohne Spielpraxis in den vergangenen Monaten mit Anpfiff sofort zur Stelle sein muss bei seinem Landesliga-Debüt. „Mir ist auf keinen Fall flau im Magen. Es freut mich für ihn, dass er jetzt mal spielen kann“, sagt der Trainer. Immerhin hatte Knaak zuletzt zwei Mal bei der Reserve in der Kreisliga etwas Erfahrung gesammelt und wurde am Dienstag beim Testspiel gegen den Bremer Landesligisten SV Hemelingen (4:1) auf seinen Einsatz vorbereitet. „Da hat er es schon gut gemacht, und die Spielpraxis wird ihm gutgetan haben“, vermutet Ebersbach. 

Kapinga in der Warteschleife

Rotenburg - Langsam wird es mal Zeit für den ersten Sieg. Für Neu-Coach Tim Ebersbach, aber auch für die Landesliga-Fußballer des Rotenburger SV, denen ein Erfolg in den bisherigen Vorbereitungsspielen verwehrt blieb. Und auch wenn der Bezirkspokal „nicht so die Priorität“ bei Ebersbach genießt, will er die Qualifikationsrunde (Mittwoch, 19.45 Uhr) beim Bezirksliga-Aufsteiger SV Ippensen unbedingt überstehen. Sollte das gelingen, würde es bereits am Freitag in der ersten Hauptrunde zum jetzt spielfreien Bezirksligisten TuS Bothel gehen.  (Bild: Freese)

„Der Pokal hat für uns eher einen Vorbereitungscharakter, aber natürlich wollen wir gewinnen. Wir dürfen Ippensen jedoch nicht unterschätzen, das ist nur noch eine Liga Unterschied“, betont Ebersbach. Der RSV-Trainer kann längst nicht alle in der Vorbereitung eingesetzten Neuzugänge auflaufen lassen. Die Spielberechtigungen liegen bisher nur für die Brüder Yannick und Lucas Chwolka sowie für Lukas Heller vor. Im Falle von Stürmer Didier Kapinga hofft Ebersbach, dass die Erlaubnis noch rechtzeitig erteilt wird. Firat-Semih Demir steigt ohnehin erst Ende der Woche ein, mit Dino Delic kommt ein weiterer Youngster aus der U 19 von Treubund Lüneburg zur Probe. Vor allem die Suche nach einem weiteren Stürmer stellt sich aber zurzeit als problematisch dar. 

Chwolka mit Biss, Potratz mit links

Rotenburg - Von Matthias Freese. Dieses Benefizspiel lieferte so manchen Fingerzeig. Eine Halbzeit lang waren die Landesliga-Fußballer des Rotenburger SV dem Heeslinger SC aus der Oberliga leicht überlegen und führten auch nicht unverdient mit 1:0 – doch sieben Wechsel im Laufe der zweiten Halbzeit zeigten, dass der vermeintliche zweite Anzug noch nicht passt. (Bild: Freese)

Mit 3:1 siegten die Heeslinger am Ende standesgemäß. Allerdings wollten nur knapp 150 Zuschauer dieses Derby in den Morgenstunden sehen – am Ende kamen 650 Euro an Spenden für den Rotenburger Tierschutzverein zusammen. 

„Der Freistoß war schon geil“

Neben den 500 Euro Eintrittseinnahmen steuerte die Elf des RSV 100 Euro aus der Mannschaftskasse bei. Auch aus Heeslingen gab es 50 Euro extra für die Tierschützer. Paul Metternich, Marketingchef des RSV und Initiator dieses Spiels, hatte auf 1000 Zuschauer gehofft. „Wir hatten riesig getrommelt – deshalb bin ich von der Resonanz nicht begeistert, das ist zu wenig“, gestand er. Prominentester Gast war DFB-Präsident Reinhard Grindel: „Wenn er sich so engagiert, muss man auch vorbeikommen“, sagte Deutschlands oberster Fußball-Boss.

Als Chef auf dem Platz trat zunächst etwas überraschend der RSV auf, obwohl Heeslingen mit Ausnahme der Abwehr-Stammkräfte Oliver Warnke (verhindert) und Dominik Bremer (verletzt) mit einer starken Formation auflief. Beim Gastgeber spielte sich vor allem die rechte Seite in den Vordergrund – hinten mit dem bissigen und kopfballstarken Yannick Chwolka, vorne mit Jelle Röben als Unruheherd. So war es auch nicht verwunderlich, dass beide an der Entstehung der Fühung entscheidend beteiligt waren. 

Chwolka gewann hinten ein Kopfballduell, Röben war anschließend nur per Foul zu stoppen. Den Freistoß setzte Tim Potratz mit links sehenswert in den linken Winkel (42.). „Der Freistoß war schon geil“, fand auch Heeslingens Coach Hansi Bargfrede. „Die Rotenburger haben es sowieso gut gemacht, wir haben aber auch unseren Teil dazu beigetragen.“ In der Tat hätte der RSV zur Pause sogar höher führen können. Röben (3.), Jannis Niestädt (3.) und Toni Fahrner (6./7.) besaßen frühzeitig beste Gelegenheiten – von Heeslingen kam eine Halbzeit lang wenig bis nichts. 

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