RSV schlägt Schneverdingen 2:0 / Rathjen vermisst Emotionen / Klützke „möchte nicht drüber reden“
Röben beendet das Zittern

Rotenburg - Von Matthias Freese. Zum Antrittsbesuch gab´s einen Sieg für den Präsidenten. Nach seiner kürzlichen Rückkehr auf den Chefposten des Rotenburger SV weilte Peter Grewe erstmals wieder beim Heimspiel seines Fußball-Landesligisten – und der präsentierte ihm einen verdienten, aber nicht gerade begeisternden 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den TV Jahn Schneverdingen. Damit beendete der Tabellendritte seine Durststrecke mit drei Niederlagen in Serie (gleichbedeutend mit dem Aus im Titelrennen) und revanchierte sich für das 0:2 im Hinspiel.

Foto: Gedränge im Mittelfeld: Viele spielerische Highlights boten weder der Rotenburger SV (hier rechts mit Mirko Peter und daneben mit Fynn Schnabel) noch Jahn Schneverdingen (vorne mit Oliver Dittmer, links mit David Maria) den Zuschauern. - Foto: Freese

Kreiszeitung

presse1PRESSEINFORMATION

zum Fußball-Benefizspiel zwischen dem Rotenburger SV und dem Hamburger SV am Mittwoch, 18. Mai 2016 um 18 Uhr im Ahe-Stadion in Rotenburg

Eines von vier Freundschaftsspielen wird der Fußball-Bundesligist Hamburger SV nach Abschluss der laufenden Saison in Rotenburg (Wümme) austragen. Das teilte HSV-Clubmanager Bernd Wehmeyer offiziell während einer Pressekonferenz in Rotenburg mit. Hintergrund der Begegnung ist ein wohltätiger Zweck: Die „Förderstiftung zwischen Elbe und Weser“, die das Hospiz in Bremervörde finanziell unterstützt, wird von den Einnahmen profitieren.

Hermann Rieger, verstorbener Masseur des Hamburger SV und Kult-Figur der Bundesliga-Mannschaft, hatte sich für dieses Engagement stark gemacht. Er wohnte zuletzt in Alfstedt bei Bremervörde und die Initiative zur Gründung des Hospizes, dessen Eröffnung er leider nicht mehr miterlebte, gestärkt. „Der HSV löst mit dem Spiel ein Versprechen von Hermann Rieger ein, das er zu Lebzeiten gemacht hat“, berichtete Superintendent Wilhelm Helmers gegenüber der Presse.

Die Mischung aus sportlichem Reiz und sozialem Engagement gefiel Paul Metternich, Marketingbeauftragter des Rotenburger SV, auf Anhieb, so dass er den Kontakt zu den Kickern von der Elbe, der während eines Trainingslagers im vergangenen Jahr in Rotenburg entstanden war, nicht abreißen ließ. „Und wir freuen uns, dass wir mit dem Rotenburger SV einen Club gefunden haben, der so spontan und begeistert dabei helfen will, unseren Wunsch in die Tat umzusetzen“, erklärte Bernd Wehmeyer.

Am Mittwoch, 18. Mai 2016 um 18 Uhr wird die Partie im Rotenburger Ahe-Stadion angepfiffen. „Wir sind zwar noch nicht ganz in Sicherheit“, schränkte Bernd Wehmeyer ein, „aber wir gehen mal davon aus, dass dieser Termin auch gehalten werden kann und wir nicht in die Relegationsspiele für den Klassenerhalt müssen.“

Die Fans des Bundesliga-Dinos dürfen sich auf ein prominentes Team freuen. „Ich gehe davon aus, dass der Kern der Mannschaft dabei sein wird“, meinte Bernd Wehmeyer. Fehlen könnten lediglich Aktive, die für eine Nationalelf bei der Europameisterschaft in Frankreich nominiert sind oder nach der Saison den Verein verlassen.

Foto: HSV-Clubmanager Bernd Wehmeyer (6.v.l.) klärte mit Vertretern des Rotenburger SV und Sponsoren den Ablauf des Benefizspiels.

RSV verpasst Sprung, weil die Abwehr beim 1:3 in Bornreihe patzt
Bergauf zur Ecke, nicht in der Tabelle

Foto: Es war kein schönes, aber ein umkämpftes Spiel in Bornreihe. Hier attackieren die Rotenburger Timo Kanigowski (l.) und Jannis Niestädt (r.) den Blau-Weißen Hendrik Lütjen. - Foto: Freese

Bornreihe - Von Matthias Freese. Sie hatten auf dem ziemlich unebenen Untergrund einige Höhenmeter überwunden, doch die Punkte blieben dort aufgrund von drei Aussetzern der Abwehr liegen: Durch die 1:3 (1:2)-Niederlage am Ostersamstag im Spitzenspiel beim SV Blau-Weiß Bornreihe vergaben die Fußballer des Rotenburger SV die große Möglichkeit, zwei Tage später mit einem Heimsieg gegen Eintracht Lüneburg (heute, 15 Uhr) die Tabellenspitze der Landesliga zu übernehmen.

„Das hatte mit Fußball nichts zu tun, das war eher Kick and Rush. Auf dem Acker etwas aufzuziehen, ist aber auch schwer“, schüttelte RSV-Coach Jan Fitschen den Kopf über die Sportanlage am Schuldamm. So tiefe Kuhlen wie in Bornreihe sind sie eben nicht gewohnt. Und bei den Ecken ging es für den jeweiligen Schützen sogar ziemlich bergauf. Kein Wunder also, dass der Ball da bisweilen hoppelte wie der Osterhase, wenn er es eilig hat.
Kreiszeitung

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