250 Zuschauer sehen hochklassige Landesliga-Partie

Rotenburg - Von Matthias Freese. Allmählich wird es teuer für den Verein! „Wieder Punkte, wieder Prämie, RSV“, skandierten die im Kreis tanzenden Protagonisten. Auch wenn es zum Schluss noch ein Zitterspiel wurde, brachten die Landesliga-Fußballer des Rotenburger SV den 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen Oberliga-Absteiger SV BW Bornreihe über die Ziellinie. 250 Zuschauer sahen eine intensive und temporeiche Nachholpartie auf hohem Niveau. Lukas Heller sorgte mit seinem Treffer dafür, dass die Wümme-Elf Platz zwei verteidigt und es nun zum ultimativen Spitzenspiel gegen den Tabellenführer FC Hagen/Uthlede am Sonnabend im Ahe-Stadion kommt. (Bild: Freese) Toni Fahrner (vorne) sorgte für reichlich Gefahr im Bornreiher Strafraum – nur wollte der Ball nicht im Netz zappeln. Hier kommt der RSV-Stürmer vor Kevin Sammann zum Abschluss. - Foto: Freese

„Die Tabelle lügt eigentlich nicht“, stellte Kapitän Kevin Klützke fest. Und Coach Tim Ebersbach hatte seinen Mannen im Schlusskreis mitgeteilt: „Wir stehen mittlerweile auch zu Recht da oben, weil ihr einfach da seid.“ 27 Punkte aus elf Spielen sprechen ohnehin eine klare Sprache.

Keine 48 Stunden nach dem 5:3 gegen Eintracht Cuxhaven setzte Ebersbach mit Toni Fahrner, Marcello Muniz und David Airich erneut auf drei Stürmer, dieses Mal aber im 4-3-3-Verbund. „Wir wollten bewusst am Anfang intensiv spielen, um Bornreihe einzuschüchtern und unter Druck zu setzen“, erklärte der Trainer. Im Prinzip ging diese Ausrichtung auch auf – einzig mit der Chancenverwertung klappte es lange Zeit überhaupt nicht. Allein Toni Fahrner hätte die Rotenburger Dominanz zu einer Führung nutzen können (17./37./42./60.). „Das gibt‘s nicht“, wirkte der eifrige Youngster selbst ratlos.  

RSV dreht Partie in Uelzen: 3:2
Rotenburg - Tim Ebersbach ist volles Risiko gegangen – und dafür belohnt worden: Als seine Landesliga-Fußballer des Rotenburger SV mit 0:2 beim SV Teutonia Uelzen zurücklagen, krempelte der Trainer-Novize sein Team um. Innerhalb von sieben Minuten schaffte die Wümme-Elf tatsächlich die Wende und siegte mit 3:2 (0:1). Zwei Tore des eingewechselten Marvin Bio und ein Treffer von David Airich brachten den siebten Saisonsieg im neunten Spiel. „Wenn man so viel über den Haufen schmeißt, freut man sich umso mehr, wenn es funktioniert“, bemerkte Tim Ebersbach. (Bild: Freese)
 
Auch der sportliche Leiter Andre Schmitz war begeistert: „Was die Jungs an Metern abgerissen haben, ist top. Nach hinten raus hatten wir einfach mehr zuzusetzen. Und mit Marvin Bio hat Tim den Sieg eingewechselt.“ Dabei hatte Ebersbach aufgrund der zahlreichen Ausfälle schon vor dem Anpfiff reichlich umbauen müssen. So bot er in der Innenverteidigung auch erneut Christoph Drewes, den Coach der Zweiten und langjährigen Leistungsträger, auf und setzte mit ihm sowie Kapitän Kevin Klützke hinten auf Erfahrung. Karol Karpus rotierte dafür auf die für ihn ungewohnte Sechserposition neben Tim Potratz.
 
Gute Chancen besaß der RSV bereits im ersten Durchgang, vor allem durch Airich. In Führung ging jedoch Uelzen, als Goalgetter Philipp Hatt sich im Kopfballduell gegen Drewes durchsetzte und platziert einnickte (41.). Als sechs Minuten nach der Pause Evgenij Krasnikov im Anschluss an eine Ecke auf 2:0 erhöhte, stellte Ebersbach um. Klützke und Karpus tauschten die Positionen, kurz danach kam Marvin Bio ins Spiel. 

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