Der RSV ist mit einem Remis in Uelzen gerettet

Rotenburg - Von Matthias Freese. Eine Rekordkulisse im letzten Heimspiel der Saison, eine Landesliga-Partie auf gehobenem Niveau und ein Meister-Bezwinger, der seine Chancen auf den Klassenerhalt deutlich verbessert hat: „Dafür spielt man Fußball!“, stellte Matchwinner Jannis Niestädt nach dem 1:0-Erfolg seines Rotenburger SV am Freitagabend gegen den MTV Eintracht Celle euphorisiert fest. Zwei Tage später folgte die nächste gute Nachricht vom größten Konkurrenten im Klassenkampf – der FC Verden 04 unterlag dem TuS Harsefeld daheim mit 2:4. Dadurch bleibt der RSV auf dem Nichtabstiegsplatz und hat nun alles in der eigenen Hand.  

Der Termin fand ganz offensichtlich Gefallen beim Publikum. Mehr als 300 Zuschauer strömten am Freitag ins Ahe-Stadion. Darunter nicht nur zahlreiche Fans aus Celle, sondern auch viele bekannte Gesichter, die sonst nur selten beim RSV zu blicken sind – entweder, weil sie die mögliche Abschiedsvorstellung aus der Landesliga sehen wollten oder aber, weil der Freitag ein beliebter Alternativ-Tag ist. Insofern war das Spiel gegen Celle angesichts der beeindruckenden Kulisse und der vollbesetzten Holzbänke unter der Tribüne vor allem eines – ein Plädoyer für mehr Abendspiele und ein Plädoyer für Flutlicht im Stadion. Viel dunkler hätten die Wolken an diesem Abend jedenfalls nicht werden dürfen, die Sichtverhältnisse wären sonst grenzwertig geworden. 

Kiel eröffnet die Nachfolgersuche

Rotenburg - Von Matthias Freese. Den Job ist Andreas Kiel wohl los. Zumindest hat er schon selbst seinen Verzicht erklärt. Nachdem der Außenverteidiger des Rotenburger SV im Derby der Fußball-Landesliga gegen den TSV Ottersberg seinen zweiten Strafstoß innerhalb von einer Woche nicht im Tor untergebracht hatte, wird nun ein Nachfolger gesucht.
Es war allerdings ein Fehlschuss ohne Folgen, denn Alexander Garuba nutzte den Abpraller zum 2:0 (1:0)-Endstand – und der RSV verließ erstmals seit dem sechsten Spieltag, also seit fast acht Monaten, die Abstiegsplätze.

„Der war nicht gut geschossen. Tim darf jetzt ran“, meinte Kiel. Und der von ihm angesprochene Tim Ebersbach meinte schmunzelnd: „Man muss es nur positiv formulieren: Er hat das Tor doch super vorbereitet.“ Wer aber künftig antritt, muss sich noch zeigen. Auch der von Patrick Küsel in dieser Szene aus der 84. Minute Gefoulte Toni Fahrner hätte es nur zu gerne getan, um endlich seinen ersten Saisontreffer zu verbuchen. 

 

DFB-Präsident Reinhard Grindel – „bodenständig wie eh und je“ / Innenpolitische Kämpfe

Rotenburg - Von Matthias Freese. Das Outfit ist dem Amt geschuldet. Früher als Berufspolitiker, heute als DFB-Präsident – der Anzug oder zumindest das Sakko ist für Reinhard Grindel quasi Pflicht, selbst wenn er bei den Spielen des Rotenburger SV in der Fußball-Landesliga damit ein wenig „overdressed“ wirkt. Am Sonnabend, als der 55-Jährige im Ahe-Stadion von einem Kamerateam des ZDF um Cherno Jobatey vom Morgenmagazin begleitet wurde, bleibt die Krawatte aber im Schrank. Und statt Anzugshose wird das dunkle Jackett mit der Jeans kombiniert.

Grindel beim Bäcker, Grindel zu Besuch beim RSV-Präsidenten Peter Grewe, Grindel beim Radfahren, Grindel beim extra angesetzten Jugendtraining – überall ist die Kamera an diesem Tag dabei, um Statements des DFB-Präsidenten in dessen Heimat, in Rotenburg an der Wümme, einzufangen.

Seit einem Jahr steht der gebürtige Hamburger nun an der Spitze des größten nationalen Sportverbandes der Welt. Beim RSV lässt sich Grindel trotzdem noch häufig sehen. „Er ist bodenständig wie eh und je“, behauptet Peter Grewe. Grindel ist gerade erst ins Exekutivkomitee der Uefa und ins Council der Fifa gewählt worden. Aber „dass er in höchsten fußballerischen Gremien agiert“, hätte ihn nicht verändert, merkt Grewe an. 

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