Eingewechselter Neuzugang erzielt 2:1-Siegtreffer gegen Oldenburg / Ebersbach macht’s wie Posilek

Rotenburg - Von Matthias Freese (Rotenburger Kreiszeitung)

Salbeibonbons sind ein wirksames Mittel gegen Heiserkeit! Vielleicht spendiert der Rotenburger SV seinem Trainer Jan Fitschen ja mal eine Palette, denn nach dem ersten Punktspielauftritt im heimischen Ahe-Stadion litt die Stimme des 32-Jährigen unüberhörbar. „Die Jungs brauchten das heute mehr denn je“, erklärte er seine lautstarken Kommandos, die zunehmend krächzender wurden. Aber sie waren von Erfolg gekrönt – auch wenn der 2:1 (1:0)-Sieg in der Fußball-Oberliga über den VfL Oldenburg schmeichelhaft war. Zum Matchwinner avancierte der eingewechselte Neuzugang Fesih Celik mit dem Siegtor in der 87. Minute.

Mit einem guten Stellungsspiel und seiner Zweikampfstärke unterband Andy Kiel (r.) so einige Oldenburger Angriffe. Hier stellt sich der Linksverteidiger Gegenspieler Andre Jädtke in den Weg, während Yannik Malende (l.) im Zentrum absichert.
Mit einem guten Stellungsspiel und seiner Zweikampfstärke unterband Andy Kiel (r.) so einige Oldenburger Angriffe. Hier stellt sich der Linksverteidiger Gegenspieler Andre Jädtke in den Weg, während Yannik Malende (l.) im Zentrum absichert.

Es war nicht alles Gold, was glänzte und es war auch ein Quäntchen Glück dabei. Aber wer fragt da morgen noch nach? Mit ein wenig Fortune brachte die Mannschaft von Trainer Jan Fitschen mit einem 2:1-Heimsieg gegen den VfL Oldenburg den ersten Dreier unter Dach und Fach.

Dabei begann das Spiel alles andere als vielversprechend. Nach drei Minuten traf Oldenburg mit einem Volleyschuss aus 23 Metern die Latte. Im Nachschuss parierte Lohmann glänzend und drückte den strammen Schuss des Oldenburger Angreifer über die Latte. Danach kam der RSV besser in die Partie und es entwickelte sich eine Begegnung auf Augenhöhe. Eine Minute vor der Pause traf Kapitän Tim Ebersbach nach guter Vorarbeit von Jelle Röben zum 1:0-Pausenstand.

Oldenburg versuchte nach der Pause alles, kam auch zu Chancen, bekam den Ball jedoch nicht im Rotenburger Gehäuse unter. Erst eine Unachtsamkeit des eingewechselten Aleksandr Friauf, der in Linksverteidiger-Position erst den Ball erkämpfte, als seine Teamkameraden mit einem Einwurf rechneten jedoch wieder hergab, brachte den Ausgleich für Oldenburg in der 78. Minute. NAch einer Flanke platzierte Oldenburgs Kai Schröder den Kopfball unhaltbar für Torwart Henner Lohmann im Torwinkel. Nun schien das Spiel zu kippen. Der RSV hatte schon länger wie ein angeschlagener Boxer gewirkt. Doch das Gegentor schien noch einmal alle geweckt zu haben. Andreas Kiel fasste sich auf der linken Seite ein Herz, drang in den Strafraum ein und legte quer zu Kevin Klützke. Dessen Schuss konnte Oldenburgs Keeper Niklas Kuschkowitz noch abwehren. Gegen den Nachschuss von Fehsi Celik war er jedoch machtlos. Celik erzielte in seiner 10. Minute in der Oberliga somit seinen ersten Treffer.  Die Freude auf Seiten des RSV war groß (Foto).

Es ist schon einige Spielzeiten her, dass der RSV im Pokal die dritte Runde erreicht hat. Jetzt war es wieder soweit. Waren die Umstände angesichts der Ansetzung der Partie in Uelzen in der Woche auch schwierig, so war die Freude umso größer.  Mit 4:2 siegte das Team von Trainer Jan Fitschen im Elfmeterschießen. Hermann Puhmann, Kevin Klützke und Tim Ebersbach brachten ihr Team bei zwei Uelzener Fehlschüssen mit 3:2 in Führung bevor Youngster Aleksandr Friauf (Foto) den entscheidenden Strafstoß versenkte.

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