Der RSV ist mit einem Remis in Uelzen gerettet

Rotenburg - Von Matthias Freese. Eine Rekordkulisse im letzten Heimspiel der Saison, eine Landesliga-Partie auf gehobenem Niveau und ein Meister-Bezwinger, der seine Chancen auf den Klassenerhalt deutlich verbessert hat: „Dafür spielt man Fußball!“, stellte Matchwinner Jannis Niestädt nach dem 1:0-Erfolg seines Rotenburger SV am Freitagabend gegen den MTV Eintracht Celle euphorisiert fest. Zwei Tage später folgte die nächste gute Nachricht vom größten Konkurrenten im Klassenkampf – der FC Verden 04 unterlag dem TuS Harsefeld daheim mit 2:4. Dadurch bleibt der RSV auf dem Nichtabstiegsplatz und hat nun alles in der eigenen Hand.  

Der Termin fand ganz offensichtlich Gefallen beim Publikum. Mehr als 300 Zuschauer strömten am Freitag ins Ahe-Stadion. Darunter nicht nur zahlreiche Fans aus Celle, sondern auch viele bekannte Gesichter, die sonst nur selten beim RSV zu blicken sind – entweder, weil sie die mögliche Abschiedsvorstellung aus der Landesliga sehen wollten oder aber, weil der Freitag ein beliebter Alternativ-Tag ist. Insofern war das Spiel gegen Celle angesichts der beeindruckenden Kulisse und der vollbesetzten Holzbänke unter der Tribüne vor allem eines – ein Plädoyer für mehr Abendspiele und ein Plädoyer für Flutlicht im Stadion. Viel dunkler hätten die Wolken an diesem Abend jedenfalls nicht werden dürfen, die Sichtverhältnisse wären sonst grenzwertig geworden. 

Henri Ohlmann (0170/470831) und Martin Luther (0176/32455688) stellen die dritte Herren für die kommende Saison neu auf. Zielgruppe sind junge und junggebliebene Kicker, die Spaß am Fußball haben und für die die Landliga- oder die Bezirksligamannschaft derzeit (noch) keine Alternative sind. Gerne sollten die Kicker aus Rotenburg kommen, aber auch Spieler aus dem Umland sind herzlich willkommen. Ein erstes Auftakttraining hat am Mittwoch mit 12 Spielern stattgefunden. Weitere Spieler sind interessiert, weswegen die Meldung der Mannschaft als sicher betrachtet werden kann ;-)

Trainingslager von Donnerstag bis Sonnabend in Rotenburg / Der Rasen wird kürzer „rasiert“ als üblich

Rotenburg - Von Matthias Freese. Rotenburg und der Hamburger SV – das scheint allmählich eine feste Beziehung zu werden. Schon im April 2015 – damals noch unter Trainer Bruno Labbadia – war der Fußball-Bundesligist zum Trainingslager ins Ahe-Stadion gekommen und hatte die Zimmer im Hotel Landhaus Wachtelhof bezogen. Vor fast genau einem Jahr folgte dann das Benefizspiel beim Landesligisten Rotenburger SV (6:0) – und nun kehrt der HSV erneut an die Wümme zurück.

Von Donnerstag bis Sonnabend absolviert das auf den Relegationsplatz abgestürzte Team von Trainer Markus Gisdol erneut ein Trainingslager, um sich auf das Kellerduell am Sonntag gegen den FSV Mainz 05 vorzubereiten. Am späten Dienstagabend hatte der HSV bekanntgegeben, dass die Wahl auf Rotenburg gefallen war.

„Wir wollen uns gemeinsam auf die schwierige Aufgabe am Sonntag fokussieren und alles andere ausblenden“, wird Sportdirektor Jens Todt in der Pressemeldung des HSV zitiert. Drei Profis werden derweil nicht im Wachtelhof einchecken. Gisdol hatte am Dienstag Johan Djourou, Aston Götz und Nabil Bahoui suspendiert. Der Bundesliga-Dinosaurier wird am Donnerstag im Laufe des Tages in Rotenburg erwartet und nachmittags seine erste Trainingseinheit im Ahe-Stadion absolvieren. „Der andere Trainingsbetrieb läuft normal weiter. Wir können da ja switchen“, stellt die neue Situation für Platzwart Thomas Wölfer kein Problem dar. Er selbst stimmt sich mit dem Greenkeeper des HSV ab, was den Rasen angeht. Wölfer weiß aber bereits: „Der Platz ist bis dahin auf jeden Fall frisch gemäht, und zwar einen bis eineinhalb Zentimeter tiefer als normal. Das ist das Credo in der Bundesliga. Und dann entscheiden wir vor Ort, ob wir noch mal walzen oder nicht.“ 

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