RSV-Retter soll bleiben

Rotenburg - Von Matthias Freese. Andre Schmitz weiß genau, was zu tun ist. Also sprach er nicht zuerst mit David Airich, sondern mit dessen Frau. „Sie habe ich schon überredet. Sie hat das Okay gegeben“, berichtete der künftige sportliche Leiter des Rotenburger SV von erfolgreichen „Verhandlungen“. Dass der Goalgetter, der den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga mit seinen Toren quasi garantierte, aber tatsächlich beim RSV weitermacht, ist dennoch eher unwahrscheinlich.

„Ich fahre jetzt erst mal zwei Wochen in den Urlaub, wenn dann die Beine noch mitmachen, sehen wir mal“, erklärte der 30-Jährige kurz nach dem Abpfiff der Partie bei Teutonia Uelzen (7:2), in der er vier Mal getroffen hatte. Er merkte allerdings auch ehrlich an: „Eigentlich habe ich es abgelehnt.“  (Foto: Freese)

Der Bedarf an einem Stürmer wie Airich ist durchaus vorhanden. Bei zwölf Einsätzen kam der frühere Oberligaspieler des TB Uphusen, den Schmitz im Winter aus den Tiefen der Verdener Kreisliga geholt hatte, auf elf Tore – so einen Knipser hatten sie an der Wümme lange vermisst. „Ich bin froh, dass ich der Mannschaft etwas geben konnte – und ich hätte Toni Fahrner meine Tore gegönnt“, meinte er nach dem Uelzen-Spiel, in dem der Sturmpartner rackerte, vorbereitete, abschloss – aber eben nicht das Tor traf.

Bald spielender Co-Trainer beim TV Hassendorf

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Es war keine einfache Entscheidung, die Mirko Peter treffen musste. Will er weiterhin leistungsorientierten Fußball beim Landesligisten Rotenburger SV spielen oder aber bei seinem Heimatverein TV Hassendorf (1. Kreisklasse Süd) langfristig etwas mit aufbauen? Nun hat er seinen Entschluss endgültig gefasst: „Ich werde spielender Co-Trainer beim TV Hassendorf. Ich freue mich riesig auf die neue Herausforderung“, verrät der 27-Jährige. (Foto: Freese)

Schon früh wurde Peter von den Verantwortlichen seines Heimatclubs angesprochen, ob er sich in der kommenden Saison die Rolle als Coach neben Trainer Wilfried Vajen vorstellen könne. Einige Wochen des Grübelns vergingen. „Ich habe wirklich lange darüber nachgedacht“, so der 27-Jährige. Da der RSV aber erst vergangene Woche auf Peter wegen der neuen Spielzeit zugekommen ist und er während der Saison mit seinen Einsatzzeiten etwas unzufrieden war, reifte in ihm mehr und mehr der Prozess, zurück zu seinen Wurzeln zu gehen. „Nach dem letzten Saisonspiel habe ich Tim (Ebersbach, künftiger Coach des RSV, Anm. d. Red.) mitgeteilt, dass ich den Verein verlasse. Er meinte, dass er meine Gründe verstehen kann.“

Der Mittelfeldmann lebt mittlerweile wieder in Hassendorf und will sich im Juli beruflich verändern, daher lag ein Wechsel für ihn nahe. „Ich fange bei einem neuen Unternehmen an, sodass ich zeitlich mehr eingebunden bin. Der Beruf hat für mich Vorrang, da wäre der Aufwand beim RSV zu groß geworden. Da muss man ehrlich zu sich sein“, erklärt der Außendienstmitarbeiter

Ebersbach hat eine „24-Stunden-Hotline“

Uelzen - Von Matthias Freese. Tim Ebersbach ahnt bereits, was in den nächsten Wochen auf ihn zukommt: „Ich habe eine 24-Stunden-Telefonhotline“, meint der künftige Coach des Rotenburger SV, der als Spieler in den letzten zwei Partien aufgrund eines Bänderrisses nicht im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga helfen konnte. 

Längst hat für ihn die Suche nach Neuzugängen begonnen. Und die ersten beiden Verstärkungen stehen auch bereits fest: Vom Bremenliga-Absteiger TSV Melchiorshausen kommen die Zwillinge Lucas und Yannick Chwolka (20). „Das sind kleine und giftige Spieler, die im Probetraining und in den Gesprächen überzeugt haben“, berichtet der künftige sportliche Leiter Andre Schmitz.

Es werden nicht die letzten neuen Gesichter bleiben, denn wie es aussieht, muss der RSV einige Stützen ersetzen. Vor allem ein weiterer Stürmer und ein Innenverteidiger stehen auf der Wunschliste ganz oben. Kein Wunder: Mit Abwehrkraft Jannis Niestädt, Goalgetter David Airich und Ebersbach selbst stehen – Stand jetzt – drei der aktuell vier besten Torschützen nicht mehr zur Verfügung. Aus der Startelf der letzten beiden Partien haben bisher nur Henner Lohmann, Atilla Iscan, Toni Fahrner und Kevin Klützke ihre definitive Zusage gegeben.

Bei Tobias Kirschke und Andreas Kiel spricht Ebersbach von einer „Formsache“, im Falle von Alpha Fadiga spielt der künftige Studienort des Außenverteidigers die entscheidende Rolle. Mirko Peter liegt ebenso wie seinem zuletzt verletzten Zwillingsbruder Patrick ein Angebot vor. 

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