Rotenburger SV



Die erste Herren entführt drei wichtige Punkte aus Uelzen

"Hoffentlich verpennen wir auswärts nicht wieder die erste Viertelstunde", mahnte Trainer Tim Ebersbach im Vorfeld der Partie seiner Mannschaft bei Teutonia Uelzen. Seine Mannschaft hatte offenbar gut zugehört, denn als die besagte erste Viertelstunde rum war, standen für den RSV bereits ein Tor, zwei Abschlüsse und mehr Ballbesitz zu Buche. Stefan Denker hatte per Elfmeter in der dritten Spielminute getroffen. Trainer Ebersbach musste die Startelf der Vorwoche auf drei Positionen verändern. Stefan Denker, Christoph Drewes und Jelle Röben rückten für den erkrankten Tobias Kirschke, den am Fuß verletzten Kanigowski und den beruflich verhinderten Atilla Iscan nach.

Um das spielstarke Mittelfeld der Uelzener einzudämmen, blieb das 4-1-4-1-System des Spiels gegen Eintracht Celle bestehen. Zumindest in der ersten Halbzeit spielte das Team von der Wümme überlegen und kam auch zu guten Gelegenheiten. Folgerichtig fiel nach einer halben Stunde das 2:0 durch Sturmspitze Marcello Muniz. Lucas Chwolka hatte zuvor auf der linken Außenbahn nach einem Ballverlust den Ball zurückerobert und clever ins Zentrum gespielt, so dass Muniz 20 Meter vor dem Tor freie Schussbahn hatte und den Ball wuchtig links unten im Gehäuse der Gastgeber unterbrachte.

Nach dem Seitenwechsel änderten sich die Verhältnisse etwas. Uelzen spielte nun zwingender und kam über längere Ballbesitzphasen auch zu mehr Torchancen. Meist per Fernschuss oder über die Außenpositionen. Der Anschlusstreffer fiel jedoch nach einer Unachtsamkeit der Rotenburger, als Torwart Henner Lohmann 16 Meter vor seinem Tor auf seinem schwächeren rechten Fuß angespielt wurde und somit nicht ausreichend klären konnte. Der zu kurze Flugball landete über vier Uelzener Füße im Rotenburger Tor. Der Anschlusstreffer ließ die "Teutonen" nun hoffen und sie spielten auf den Ausgleich. In den Angriffswellen ging Rechtsverteidiger Sebastian Czimmik leider, aber auch streitbar, verloren. Zwei Fouls des souverän agierenden Verteidigers wertete der Schiedsrichter überhart mit jeweils einer gelben Karte. In Summe Gelb-Rot, Platzverweis! Zu zehnt stämmten sich die ganz in rot gekleideten RSVer gegen den Ausgleich und kamen sogar zu diversen guten Kontern, die jedoch alle nicht gut zu Ende gespielt wurden. Alles in allem steht am Ende ein dreckiger Sieg der Moral. Kämpferisch vorbildlich, spielerisch in Ansätzen sehr gut und mental mehr als auf der Höhe lässt sich der 2:1-Sieg einordnen und die Mannschaft kann mit Selbstvertrauen auf das Heimspiel gegen Emmendorf blicken. Anstoß ist bereits am morgigen Reformationstag um 14:30 Uhr im Ahe-Stadion. 

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