Informationen zur Jugend des Rotenburger SV finden Sie unter www.jfv-rotenburg.de



Mit einem hochverdienten 2:0-Sieg beim MTV Soltau schaffte die Mannschaft von Trainer Henri Ohlmann und Co-Trainer Ferdi Aslan den angestrebten Klassenerhalt in der Bezirksliga. Vermutlich auch noch mehr ...

Nach den Erfahrungen aus dem Hinspiel in Rotenburg (4:3 nach 0:3) spielten die Gäste zunächst aus einer sicheren Defensive heraus. Kapitän Thomas Heß rückte für den Verletzten Fritjof Heß in die Innenverteidigung. In der Folge entwickelte sich eine zunächst recht statische Partie. "Wir wussten, das Soltau ausschließlich mit langen Bällen spielt. Da haben wir sie sich erst einmal verausgaben lassen" analysierte Co-Trainer Aslan die erfolgreiche Taktik. Dafür nahm der RSV auch in Kauf,selbst erst in 32. Minute zur ersten eigenen Chance zu kommen. Der Schuss von Angreifer Domenic Wahlers stellte aber kein Problem für den Soltauer Keeper dar. Sein Gegenüber auf Rotenburger Seite, Lennard Schindowski, war zunächst ebenfalls fast ohne Beschäftigung.

In der zweiten Halbzeit ergab sich dann ein völlig anderes Spiel. Rotenburg machte nun mehr Druck nach vorne. Mittelfeldspieler Justin Perschon brachte sein Team dann auch bereits kurz nach Wiederbeginn mit einem Distanzschuss in Führung. Perschon erkannt, dass der Keeper nach einer missglückten Abwehr zuweist vor seinem Tor stand und traf aus 25 Metern zur vielumjubelten 1:0-Führung. Nur wenige Minuten später dann das Tor des Tages: Robert Posilek lief vorm Strafraum quer zum Tor, stoppte den Ball mit rechts, zog ihn mit links zurück, noch einen Schritt und dann hämmerte Youngster "Robbie" den Ball aus 25 Metern in den rechten Torwinkel - keine Chance für den MTV-Keeper.

In der Folge erspielten sich die Gäste eine Vielzahl von Möglichkeiten, ließen diese aber leider ungenutzt. Hätten sie doch gewusst, dass - im Nachhinein - nur zwei Tore zur direkten Meisterschaft gefehlt haben. Denn: Tabellenführer Leinetal verlor seine Abschlusspartie beim TV Meckelfeld überraschend hoch mit 0:4. Daraus ergibt sich nun, dass Leinetal auf Grund der um zwei Tore besseren Tordifferenz die Nase vorn gehabt hätte, wenn ... ja, wenn die JSG Vissel nicht ein drittes Mal sein Punktspiel abgesagt hätte und damit aus der Wertung genommen worden wäre. Hier profitierte der RSV davon, beim 2:2 im Rückspiel (Hinspiel 9:0!) als einziges Team einen Punkt gegen Vissel gelassen zu haben. Da Leinetal 6 Punkte verliert und Rotenburg nur 4 Zähler, geht die Meisterschaft jetzt wohl doch an die Wümme. Meisterlich war auf jeden Fall die anschließende Party im Garten von Teamkoordinator Thomas Heß.

"Lieber hätten wir die zwei Tore auch noch geschossen und den Titel sportlich erreicht, aber letztlich ist es auch fast egal. So oder so verbleiben Leinetal und wir im Bezirk. Das ist es, was wirklich zählt", fällt das Fazit von Trainer Ohlmann dann auch versöhnlich aus. Ohlmann, der den 98er-Jahrgang nach zwei Spielzeiten mit einem Aufstieg und drei Meisterschaften an Sascha Krabiell übergibt, nimmt nach 26 Jahren als Jugendtrainer jetzt erst einmal eine Auszeit. "Es fällt mir schwer, diese tolle Truppe abzugeben. Aber jetzt rückt erst einmal meine Familie in den Vordergrund", so der RSV-Vorsitzende.

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