„Wir machen das gerne“

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Die Idee schwirrt schon knapp zwei Jahre in den Köpfen der Verantwortlichen herum. Jetzt haben sie zueinander gefunden und die Sache „eingetütet“. Fußball-Landesligist Rotenburger SV und Oberligist Heeslinger SC veranstalten gemeinsam ein Benefizspiel zugunsten des Tierschutzvereins Rotenburg. Anpfiff ist am Sonntag, 16. Juli, um 11 Uhr im Ahe-Stadion. (Foto: Ludwig) 

„Wir wollen ein Zeichen für den Tierschutz setzen. Für uns ist es eine Herzensangelegenheit, den Verein zu unterstützen“, sagt Paul Metternich, Marketingbeauftragter des RSV. Und Andreas Kurth, Teammanager des Heeslinger SC, fügt beim Pressegespräch im Tierheim in Mulmshorn an: „Als der Vorschlag des RSV kam, haben wir sofort zugesagt. Alle kennen die Problematik, viele Tiere werden leider ausgesetzt. Daher ist auch unsere Hilfe gefordert, den Tierschutzverein zu unterstützen.“ 

Die Trainer beider Clubs freuen sich zudem, dass sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können. Zum einen helfen sie einem sozialen Projekt, zum anderen steht ein attraktives Derby auf dem Vorbereitungsplan für die kommende Saison. „Das ist eine gute Sache. Ein Freundschaftsspiel in so einem Rahmen zu bestreiten, ist natürlich toll. Wir als klassentieferer Verein freuen uns auf die sportliche Herausforderung“, sagt RSV-Coach Tim Ebersbach. Auch sein Pendant Hansi Bargfrede ist voller Vorfreude: „Für einen guten Zweck machen wir gerne etwas. Wenn dann noch zahlreiche Zuschauer kommen, umso besser. Rotenburg hat eine tolle Anlage. Es ist schön, endlich mal wieder ein Spiel mit Derbycharakter zu haben. Das fehlt in der Oberliga leider. Wird also Zeit, dass der RSV endlich wieder aufsteigt“, sagt Heeslingens Trainer mit einem Augenzwinkern. 

RSV-Sicherheitschef tritt kürzer

Rotenburg - Paul Metternich tritt kürzer. Ab sofort. Aber er steigt nicht komplett aus: Das Vorstandsmitglied des Rotenburger SV beendet seine Tätigkeit als Sicherheitsbeauftragter. „Vier Jahre sind genug. Es war kräftezehrend. Ich habe jedoch alles umgesetzt, was ich mir vorgenommen hatte“, sagt der 70-Jährige. Als Marketingschef sammelt er aber auch künftig Sponsorengelder für den Fußball-Landesligisten ein.

„Es ist in den letzten Jahren einiges bewegt worden, wir haben jetzt ein sicheres Stadion auch für große Spiele“, verweist er auf die Umbaumaßnahmen. „Und jedem, der mir geholfen hat, danke ich. Auch wenn ich ab und an angeeckt bin.“ So auch, wenn er mit seiner rauen Art die Sperrung der neuen Tribüne verteidigte. Im Winter begründete Metternich es mit der Rutschgefahr, doch seitdem blieb sie gesperrt. Und es wird bei den normalen Punktspielen vermutlich so bleiben, „denn wir bräuchten sonst Dixiklos für die Seite, außerdem zusätzliche Ordner, die wir nicht haben – und saubermachen müssten wir da ja auch nach jedem Spiel“. Der gebürtige Westerwalder verweist vielmehr auf die 300 geschaffenen Sitzplätze auf der überdachten Seite. „Und 120 kommen wohl noch dazu.“ 

 

Für DFB-Auswahl nominiert

Rotenburg - Von Matthias Freese (Bild von Sven Peter). Längst hat sich Futsal etabliert und dem herkömmlichen Hallenfußball den Rang abgelaufen. Die Jugendlichen tragen ihre Meisterschaften im Futsal aus, die Herren im Kreis (trotz mancher Widerstände) inzwischen auch.

Selbst eine Nationalmannschaft hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ins Leben gerufen – und ein ehemaliger Kicker des Rotenburger SV schickt sich an, demnächst seine ersten Länderspiele zu bestreiten: Dragan Muharemi, in der Halle für Werder Bremen aktiv, unter freiem Himmel für den Heeslinger SC in der Oberliga am Ball. Er wurde von Nationaltrainer Marcel Loosveld für den DFB-Auswahlkader nominiert und nimmt von Samstag bis Dienstag am Lehrgang in Duisburg-Wedau teil. „Wenn ich ehrlich bin, hat mich das schon überrascht. Das ist eine große Ehre für mich“, gesteht Muharemi, der sich beim Länderpokal empfohlen hatte und mit Werder Bremen die Bremer Futsal-Verbandsliga als Meister beendet hat. 

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