Airich und Garuba treffen beim 2:0-Derbysieg gegen Ottersberg / Drewes sieht Gelb-Rot

Rotenburg - Von Matthias Freese. Erstmals seit dem sechsten Spieltag steht der Rotenburger SV nicht mehr auf einem Abstiegsplatz der Fußball-Landesliga! Durch den 2:0 (1:0)-Heimsieg im Wümme-Derby gegen den TSV Otterberg kletterte das Team von Coach Andre Schmitz zumindest bis zum Sonntag auf den rettenden zwölften Platz. Gleichzeitig wird die Lage für die Ottersberger immer bedrohlicher, sie haben nur noch vier Punkte Vorsprung vor der „Todeszone“.

Jan Fitschen machte in Gelassenheit. „So schlimm sehe ich es nicht, da ist ja keine neue Situation für uns. Wir haben noch vier Spiele und ich habe keine Sorge, dass wir es nicht schaffen könnten“, betonte der Ottersberger Coach, der bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte die vierte Niederlage in Serie erlebte.

Sein Pendant Andre Schmitz war logischerweise bester Laune und nahm hinterher die Glückwünsche von RSV-Präsident Peter Grewe entgegen. „Das war wichtig“, meinte der Vorsitzende, dem seine Fußballer mit dem Dreier selbst ein perfektes Geschenk zu seinem Geburtstag bereitet hatten. Schmitz fand: „Unsere Abwehr war letztlich der Garant.“ Er spielte damit darauf an, dass die Ottersberger im gesamten Spiel nur eine echte Torchance besessen hatten – nach einem Abwehrpatzer scheitertet Andre Geisler in der 50. Minute aber aussichtsreich.

Allerdings waren die Gäste spürbar besser ins Spiel gekommen, hatten den RSV früh und aggressiv attackiert, „aber waren nicht zielführend in den letzten Aktionen“, wie Fitschen meinte. Die Rotenburger schienen sich vor mehr als 250 Zuschauern zunächst nicht im Derby-Modus zu befinden.  

RSV nach Torfestival in Stinstedt noch zwei Punkte hinter Nichtabstiegsplatz / Karpus und Jazaj in Startelf

Aus Stinstedt berichtet Matthias Freese

Stinstedt - Es waren noch einige Minuten zu spielen, da hatte Reinhard Grindel sein Fazit bereits gezogen: „Es wird fürs Eintrittsgeld was geboten“, stellte der DFB-Präsident, der live vor Ort war, sichtlich angetan fest. Zumal „sein“ Rotenburger SV maßgeblich dazu beigetragen und durch den 7:3 (3:1)-Auswärtssieg beim Schlusslicht SG Stinstedt die Chancen auf den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga deutlich erhöht hatte. Nur noch zwei Zähler liegt der RSV jetzt hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz, den der TuS Bodenteich belegt.

 

Grindel blieb bis zum Schluss, meist an der Seite des RSV-Vorsitzenden Peter Grewe – und der doppelte präsidiale Beistand schien zu wirken. „Wenn ich etwas kritisiere, dann wäre das auf verdammt hohem Niveau“, wollte auch Coach Andre Schmitz nach dem Abpfiff gar nicht erst ein Haar in der Suppe suchen. Drei Gegentore? „Scheißegal, Hauptsache gewonnen!“ Während des Spiels hatte er noch – gewohnt emotional – ob der recht offenen Abwehr gezürnt: „Ich kriege die Krise.“

Nach 15 arbeitsreichen Jahren begleitet von zahlreichen Problemen und Störfeuern, aber trotzdem auch sportlichen Erfolgen,  ist es soweit. Auf der heutigen Mitgliederversammlung verkündete Präsident Peter Grewe in dem Bewusstsein, dass sich der RSV nicht der Verantwortung entzogen hat, voller stolz, worauf der Verein lange hingearbeitet hat: Der RSV ist schuldenfrei! Mehr lest ihr in der Rotenburger Kreiszeitung. Nun kann der TUS Bodenteich am Wochenende zum Duell im Klassenerhalt kommen ...

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