RSV-Sicherheitschef tritt kürzer

Rotenburg - Paul Metternich tritt kürzer. Ab sofort. Aber er steigt nicht komplett aus: Das Vorstandsmitglied des Rotenburger SV beendet seine Tätigkeit als Sicherheitsbeauftragter. „Vier Jahre sind genug. Es war kräftezehrend. Ich habe jedoch alles umgesetzt, was ich mir vorgenommen hatte“, sagt der 70-Jährige. Als Marketingschef sammelt er aber auch künftig Sponsorengelder für den Fußball-Landesligisten ein.

„Es ist in den letzten Jahren einiges bewegt worden, wir haben jetzt ein sicheres Stadion auch für große Spiele“, verweist er auf die Umbaumaßnahmen. „Und jedem, der mir geholfen hat, danke ich. Auch wenn ich ab und an angeeckt bin.“ So auch, wenn er mit seiner rauen Art die Sperrung der neuen Tribüne verteidigte. Im Winter begründete Metternich es mit der Rutschgefahr, doch seitdem blieb sie gesperrt. Und es wird bei den normalen Punktspielen vermutlich so bleiben, „denn wir bräuchten sonst Dixiklos für die Seite, außerdem zusätzliche Ordner, die wir nicht haben – und saubermachen müssten wir da ja auch nach jedem Spiel“. Der gebürtige Westerwalder verweist vielmehr auf die 300 geschaffenen Sitzplätze auf der überdachten Seite. „Und 120 kommen wohl noch dazu.“ 

 

Für DFB-Auswahl nominiert

Rotenburg - Von Matthias Freese (Bild von Sven Peter). Längst hat sich Futsal etabliert und dem herkömmlichen Hallenfußball den Rang abgelaufen. Die Jugendlichen tragen ihre Meisterschaften im Futsal aus, die Herren im Kreis (trotz mancher Widerstände) inzwischen auch.

Selbst eine Nationalmannschaft hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ins Leben gerufen – und ein ehemaliger Kicker des Rotenburger SV schickt sich an, demnächst seine ersten Länderspiele zu bestreiten: Dragan Muharemi, in der Halle für Werder Bremen aktiv, unter freiem Himmel für den Heeslinger SC in der Oberliga am Ball. Er wurde von Nationaltrainer Marcel Loosveld für den DFB-Auswahlkader nominiert und nimmt von Samstag bis Dienstag am Lehrgang in Duisburg-Wedau teil. „Wenn ich ehrlich bin, hat mich das schon überrascht. Das ist eine große Ehre für mich“, gesteht Muharemi, der sich beim Länderpokal empfohlen hatte und mit Werder Bremen die Bremer Futsal-Verbandsliga als Meister beendet hat. 

Wulff und Kirschke bleiben

Rotenburg - Jetzt nimmt die Personalplanung beim Rotenburger SV so richtig Fahrt auf. Knapp zwei Wochen nach dem Klassenerhalt und dem gleichzeitigen Saisonende in der Fußball-Landesliga präsentiert der bisherige Trainer und neue sportliche Leiter Andre Schmitz gleich sechs Neuzugänge sowie zwei weitere Vertragsverlängerungen. Mittelfeld-Stammkraft Tobias Kirschke und Außenverteidiger Mathis Wulff gaben ihre Zusage auch für die neue Serie. Und mit Tino Heimbruch vom Bezirksligisten FSV Langwedel-Völkersen kehrt ein Stürmer zum RSV zurück.

„Tino ist nach seinem Kreuzbandriss im Aufbautraining und möchte wieder bei uns einsteigen. Er bringt einiges mit, allein durch seinen Körper. Jetzt wollen wir ihn langsam wieder heranführen“, erzählt Schmitz. Heimbruch war vor zwei Jahren als Torschützenkönig der Bezirksliga an die Wümme gekommen, dann aber kurz nach Saisonbeginn auch aus beruflichen Gründen wieder ausgestiegen und nach Langwedel zurückgekehrt. Dort hatte er sich die schwere Knieverletzung zugezogen. 

Mit dem großgewachsenen Kongolesen Didier Nsokele Kapinga bekommt der neue Trainer Tim Ebersbach zudem einen Stürmer, der bis zum Winter für Werder Bremen III in der Bremenliga Tore schoss. Im Probetraining überzeugte der 23-Jährige. „Er war echt stark in der Ballbehauptung und im Torabschluss“, hofft Schmitz, damit einen neuen Goalgetter gefunden zu haben. 

 

 
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